Deutsch-Amerikanisches Journalistenstipendium
Das Programm trägt den Namen des ehemaligen US-Botschafters in Deutschland und Federal Reserve Board Chairman, Arthur F. Burns. Das Arthur F. Burns Fellowship-Programm gibt jedes Jahr zwanzig Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland und den USA die Gelegenheit, im Rahmen eines Arbeitsstipendiums berufliche und persönliche Erfahrungen im jeweils anderen Land zu gewinnen. Die Stipendiaten arbeiten mindestens zwei Monate in einer Gastredaktion ihrer Wahl und haben gleichzeitig die Möglichkeit, als Korrespondenten für ihre Heimatmedien zu berichten. Auf diese Weise können sie einen intensiven Eindruck von Politik, Wirtschaft und Kultur sowie vom gesellschaftlichen Leben und vom journalistischen Tagesgeschäft im Gastland gewinnen.
Das Programm wurde 1988 gegründet, um das Verständnis deutscher Journalisten von den USA und den transatlantischen Beziehungen zu stärken. Seit 1990 ist es ein Austauschprogramm zwischen beiden Staaten. Absicht der IJP ist es, vielversprechende Journalisten zu fördern.
Die deutschen Stipendiaten des Arthur F. Burns-Programms erhalten von den IJP eine einmalige Zahlung von 4.000 Euro, US- Stipendiaten 5.500$. Darin sind jeweils die Kosten für den Atlantikflug enthalten. Der Betrag soll zudem Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft im Gastland größtenteils decken. Ein gewisser Eigenbeitrag der Stipendiaten wird erwartet. Eine Vergütung der Arbeit vor Ort ist nicht vorgesehen.
Deutsche Bewerber senden den IJP einen ausführlichen Lebenslauf in deutscher oder englischer Sprache, ein Passbild, einen kurzen Abriss der journalistischen Pläne im Gastland sowie ein journalistisches Gutachten, ausgestellt vom Ressortleiter oder Chefredakteur. Das Gutachten soll die Bewerbung als journalistischer Tätigkeitsnachweis unterstützen und gleichzeitig die Beurlaubung für das Stipendium sicherstellen.
US-amerikanische Bewerber wenden sich bitte an die oben angegebene Programmadresse beim International Center for Journalists.
Rund 400 Journalistinnen und Journalisten aus mehr als 60 verschiedenen deutschen und US-amerikanischen Medien haben seit 1988 am Arthur F. Burns-Programm teilgenommen. Aus diesem Alumni-Kreis heraus haben sich viele berufliche Verbindungen und Freundschaften entwickelt. Die IJP fördern den Kontakt der ehemaligen Programmteilnehmer untereinander durch den Burns-Newsletter, der alle drei Monate erscheint, und durch regelmäßige Veranstaltungen. Dazu zählt vor allem das jährliche Arthur F. Burns-Dinner in Berlin und New York. Regionale Treffen und mehrtägige journalistische Recherchereisen, zum Beispiel in die Türkei, nach Israel, Palästina oder in osteuropäische Länder führen den politischen und persönlichen Austausch unter den ehemaligen Teilnehmern des Arthur F. Burns Fellowship fort. Anlässlich des Berliner Dinners spricht jedes Jahr im Frühsommer ein Ehrengast zu Grundsatzfragen der transatlantischen Beziehungen: 1997 Dr. Klaus Kinkel, früherer Bundesaußenminister; 1998 Dr. Otto Graf Lambsdorff, früherer Bundesminister für Wirtschaft und FDP-Vorsitzender; 1999 Dr. Javier Solana, früherer NATO-Generalsekretär; 2000 Dr. Lothar Späth, früherer Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG, Jena; 2001 Dr. Ron Sommer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG; 2002 Daniel R. Coats, US-Botschafter und früherer US-Senator aus Indiana; 2003 Dr. Henry Kissinger, früherer US-Außenminister; 2004 Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister des Inneren, MdB, früherer Partei- und Fraktionsvorsitzender der CDU; 2005 Otto Schily, MdB, früherer Bundesminister des Inneren; 2006 Haim Saban, Medienunternehmer Sat1Pro7; 2007 Lars Krückeberg, Thomas Willemeit & Wolfram Putz, Partner, Graft; 2008 Alexander Kwasniewski, früherer Präsident der Republik Polen und am 4. Juni 2009 Dr. Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank.
In New York fand 2004 das erste amerikanische Burns Dinner mit Dr. Henry Kissinger, dem früheren US-Außenminister als Ehrengast statt, der auch die Rede beim Alumni Dinner hielt. 2005 war es Dr. Madeleine Albright, die frühere amerikanische US-Außenministerin, ausgerichtet vom Vorstand von Goldman Sachs und vom deutschen Botschafter. 2006 war Joschka Fischer, der frühere deutsche Außenminister der Gastredner, 2007 sprach der EU-Außenbeauftragte Javier Solana zu den Alumni, 2008 der deutsche UN–Botschafter Thomas Matussek und 2009 Robert Zoellick, der Präsident der Weltbank.
Die IJP arbeiten in den USA bei der Plazierung deutscher Stipendiaten mit vielen führenden überregionalen und regionalen Rundfunkanstalten und Printmedien zusammen.
Bisherige deutsche Partnermedien: Aachener Nachrichten, Associated Press, Bayerischer Rundfunk, Berliner Morgenpost, Berliner Zeitung, BZ, Deutsche Welle, DPA, Focus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Lübecker Nachrichten, Mitteldeutscher Rundfunk, Münchner Merkur, Reuters World Service, SAT.1, Sächsische Zeitung, Sender Freies Berlin, Der Stern, Stuttgarter Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, die tageszeitung (taz), Die Welt, ZDF etc.
Das Programm steht unter der Schirmherrschaft der amtierenden Boschafter beider Staaten, derzeit:
Dr. Klaus Scharioth
Philip Murphy
Organisationspartner in den USA ist das gemeinnützige International Center for Journalists in Washington. Entsprechend dem deutschen Kuratorium der IJP wurde zur Unterstützung des Programms auch ein US-Kuratorium mit Persönlichkeiten aus Politik, Medien und Wirtschaft berufen. Langjähriger Vorsitzender bis 1999 war der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Burt. Bis 2002 leitete Jim Hoge, Chefredakteur der angesehenen Zeitschrift "Foreign Affairs", das Gremium. Seit Sommer 2003 ist der frühere stellvertretende US-Außenminister Frank Loy als Vorsitzender tätig.Wie jedes der einzelnen IJP-Programme ist auch das Arthur F. Burns Fellowship Jahr für Jahr auf die Unterstützung in ideeller und finanzieller Form durch staatliche und private Partner angewiesen.Die Internationalen Journalisten-Programme und die Kuratorien in Deutschland und den USA danken den folgenden Unternehmen und verantwortlichen Vertretern, dass sie das Arthur F. Burns Fellowship großzügig unterstützt und damit erst möglich gemacht haben:In den USA:
Alston & Bird, LLP
Baker, Donelson, Bearman, Caldwell & Berkowitz PC
BASF
The Capital Group Companies Charitable Foundation
Continental Airlines
Deloitte & Touche
DHL North America
The Ford Foundation
The German Marshall Fund of the United States
Goldman, Sachs & Co
GWFF USA, Inc.
The Ladenburg Foundation
Mars Incorporated
Einzelpersonen:
John und Gina Despres
David Detjen
The Hon. Frank E. Loy
Stanford S. Warshawsky
In Deutschland:
Allianz SE
Auswärtiges Amt
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Deutsche Bank AG
Goldman, Sachs & Co.
Gruner + Jahr AG
Siemens AG
ARTHUR F. BURNS FELLOWSHIP
Joyce Barnathan, President, International Center for Journalists
Elizabeth Becker, Contributor to the International Herald Tribune and German Marshall Fund Fellow
J.D. Bindenagel, Vice President, DePaul University
Kurt Bock, Chairman and CEO, BASF
Marcus W. Brauchli, Editor-in-Chief Washington Post
Richard Burt, Senior Advisor, McLarty Associates (Honorary Chairman)
Martin Bussmann, Mannheim LLC
David W. Detjen, Partner, Alston & Bird LLP
Frank-Dieter Freiling, Director, Internationale Journalisten Programme, e.V. (IJP)
Ronald Frohne, President and CEO, GWFF USA, Inc.
Rick Goings, CEO Tupperware
James F. Hoge, Jr., Editor, Foreign Affairs Magazine (Honorary Chairman)
Henry A. Kissinger, Chairman, Kissinger Associates
Frank E. Loy, Former Under Secretary of State for Global Affairs (Chairman)
Richard G. Lugar, United States Senator
Wolfgang Pordzik, Executive Vice President, Corporate Public Policy, DHL Americas
Garrick Utley, President, Levin Institute, SUNY
Stanford S. Warshawsky, Chairman, Bismarck Capital, LLC
Legal Advisor: Phillip C. Zane, Attorney at Law, Baker, Donelson, Bearman, Caldwell & Berkowitz
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Gründung: 1988
Zielgruppe: deutsche und US-amerikanische Journalisten
im Alter von 21 bis 37 Jahren
Stipendium: 4.000 Euro / US-$ 5.500
Keine Termine gefunden
Deutsche Auswahltagung in Berlin
5. bis 7. März 2010
Benachrichtigung der Stipendiaten
15. April 2010
Einführungstagung in Washington
26. bis 30. Juli 2010
Stipendium
1. August bis 30. September 2010
Deutschland
IJP e. V.
Dr. Frank-Dieter Freiling
Postfach 1565
D- 61455 Königstein/Taunus
Telefon: +49 / 6174 / 77 07
Telefax: +49 / 6174 / 41 23
E-Mail: freiling(at)ijp.org
USA
Mario Scherhaufer, Program Officer
International Center for Journalists
Anschrift: 1616 H Street, NW, 3rd Floor
Washington DC 20006
Telefon: +1 / 202 / 737 37 00
Telefax: +1 / 202 / 737 05 30
E-Mail: mario(at)icfj.org
URL: http://www.icfj.org