The Arthur F. Burns Fellowship
Deutsch-Amerikanisches Journalistenstipendium

03/13/08

Programmbeschreibung

Das Programm trägt den Namen des ehemaligen US-Botschafters in Deutschland und Federal Reserve Board Chairman, Arthur F. Burns. Das Arthur F. Burns Fellowship-Programm gibt jedes Jahr zwanzig Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland und den USA die Gelegenheit, im Rahmen eines Arbeitsstipendiums berufliche und persönliche Erfahrungen im jeweils anderen Land zu gewinnen. Die StipendiatInnen arbeiten mindestens zwei Monate in einer Gastredaktion ihrer Wahl und haben gleichzeitig die Möglichkeit, als Korrespondenten für ihre Heimatmedien zu berichten. Auf diese Weise können sie einen intensiven Eindruck von Politik, Wirtschaft und Kultur sowie vom gesellschaftlichen Leben und vom journalistischen Tagesgeschäft im Gastland gewinnen.

Das Programm wurde 1988 gegründet, um das Verständnis deutscher Journalisten von den USA und den transatlantischen Beziehungen zu stärken. Seit 1990 ist es ein Austauschprogramm zwischen beiden Staaten.

Die deutschen Fellows des Arthur F. Burns Programms 2011
Die deutschen Fellows des Arthur F. Burns Programms 2011

Das Programm wurde 1988 gegründet, um das Verständnis deutscher Journalisten von den USA und den transatlantischen Beziehungen zu stärken. Seit 1990 ist es ein Austauschprogramm zwischen beiden Staaten.

Stipendienzahlung

Die deutschen Stipendiaten des Arthur F. Burns-Programms erhalten von den IJP eine einmalige Zahlung von 4.000 Euro, US- Stipendiaten 5000$. Darin sind jeweils die Kosten für den Atlantikflug enthalten. Der Betrag soll zudem Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft im Gastland größtenteils decken. Ein gewisser Eigenbeitrag der Stipendiaten wird erwartet. Eine Vergütung der Arbeit vor Ort ist nicht vorgesehen.

Bewerbung

Deutsche Bewerber senden den IJP einen ausführlichen Lebenslauf in deutscher oder englischer Sprache, ein Passbild, einen kurzen Abriss der journalistischen Pläne im Gastland sowie ein journalistisches Gutachten, ausgestellt vom Ressortleiter oder Chefredakteur. Das Gutachten soll die Bewerbung als journalistischer Tätigkeitsnachweis unterstützen und gleichzeitig die Beurlaubung für das Stipendium sicherstellen.

US-amerikanische Bewerber wenden sich bitte an die oben angegebene Programmadresse beim International Center for Journalists.

Alumni

Fast 400 Journalistinnen und Journalisten aus mehr als 60 verschiedenen deutschen und US-amerikanischen Medien haben seit 1988 am Arthur F. Burns-Programm teilgenommen. Aus diesem Alumni-Kreis heraus haben sich viele berufliche Verbindungen und Freundschaften entwickelt. Die IJP fördern den Kontakt der ehemaligen Programmteilnehmer untereinander durch den Burns-Newsletter, der alle sechs Monate erscheint, und durch regelmäßige Veranstaltungen. Dazu zählt vor allem das jährliche Arthur F. Burns Dinner.

Jedes Jahr im Mai spricht ein Ehrengast zu Grundsatzfragen der transatlantischen Beziehungen, so 1997 Dr. Klaus Kinkel, früherer Bundesaußenminister, 1998 Dr. Otto Graf Lambsdorff, früherer Bundesminister für Wirtschaft und FDP-Vorsitzender, 1999 Dr. Javier Solana, früherer NATO-Generalsekretär, 2000 Dr. Lothar Späth, früherer Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG, Jena, 2001 Dr. Ron Sommer, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG, 2002 Daniel R. Coats, US-Botschafter und früherer US-Senator aus Indiana, 2003 Dr. Henry Kissinger, früherer US-Außenminister, 2004 Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister des Inneren, MdB, früherer Partei- und Fraktionsvorsitzender der CDU, 2005 Ottoy Schily, MdB, früherer Bundesminister des Inneren, 2006 Haim Saban, Medienunternehmer Sat1Pro7, und 2007 Lars Krückeberg, Thomas Willemeit & Wolfram Putz, Partner, Graft.

Das Jahresdinner und der Vortrag im Mai finden meist in Berlin statt. Ein zweites, informelles Treffen im Herbst trägt ebenfalls zur Stärkung des Alumni-Netzwerks bei. Regionale Treffen und mehrtägige journalistische Recherchereisen, zum Beispiel in die Türkei, nach Israel, Palästina oder in osteuropäische Länder führen den politischen und persönlichen Austausch unter den ehemaligen Teilnehmern des Arthur F. Burns Fellowship fort.

2004 fand das erste amerikanische Burns Dinner in New York mit Dr. Henry Kissinger statt. Im Februar 2005 hielt die frühere Außenministerin Dr. Madeleine Albright eine Rede beim Alumni Dinner, ebenfalls in New York, ausgerichtet vom Vorstand von Goldman Sachs und vom deutschen Botschafter. 2006 hielt der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer eine Rede, 2007 sprach EU-Außenminister Javier Solana zu den Alumni.

Partnermedien

Die IJP arbeiten in den USA bei der Plazierung deutscher Stipendiaten mit vielen führenden überregionalen und regionalen Rundfunkanstalten und Printmedien zusammen.

Bisherige deutsche Partnermedien: Aachener Nachrichten, Associated Press, Bayerischer Rundfunk, Berliner Morgenpost, Berliner Zeitung, BZ, Deutsche Welle, DPA, Focus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Lübecker Nachrichten, Mitteldeutscher Rundfunk, Münchner Merkur, Reuters World Service, SAT.1, Sächsische Zeitung, Sender Freies Berlin, Der Stern, Stuttgarter Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, die tageszeitung (taz), Die Welt, ZDF etc.

Programmpartner

Das Programm steht unter der Schirmherrschaft der amtierenden Boschafter beider Staaten, derzeit:

Dr. Peter Ammon
Philip D. Murphy


Organisationspartner in den USA ist das gemeinnützige International Center for Journalists in Washington. Entsprechend dem deutschen Kuratorium der IJP wurde zur Unterstützung des Programms auch ein US-Kuratorium mit Persönlichkeiten aus Politik, Medien und Wirtschaft berufen. Langjähriger Vorsitzender bis 1999 war der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Burt. Bis 2002 leitete Jim Hoge, Chefredakteur der angesehenen Zeitschrift "Foreign Affairs", das Gremium. Seit Sommer 2003 ist der frühere stellvertretende US-Außenminister Frank Loy als Vorsitzender tätig.

Wie jedes der einzelnen IJP-Programme ist auch das Arthur F. Burns Fellowship Jahr für Jahr auf die Unterstützung in ideeller und finanzieller Form durch staatliche und private Partner angewiesen.

Die Internationalen Journalisten-Programme und die Kuratorien in Deutschland und den USA danken den folgenden Unternehmen und verantwortlichen Vertretern, dass sie das Arthur F. Burns Fellowship großzügig unterstützt und damit erst möglich gemacht haben:

In den USA:

Alston & Bird, LLP
Baker, Donelson, Bearman, Caldwell & Berkowitz PC
BASF
The Capital Group Companies Charitable Foundation
Continental Airlines
Deloitte & Touche
DHL North America
The Ford Foundation
The German Marshall Fund of the United States
Goldman Sachs GmbH & Co
GWFF USA, Inc.
The Ladenburg Foundation
Mars Incorporated
Robert Bosch Stiftung GmbH

In Deutschland:

Allianz SE
Auswärtiges Amt
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Deutsche Bank AG
Goldman, Sachs & Co.
Gruner + Jahr AG
Körber Stiftung
Ruhrgas AG
Siemens AG

Der deutsche Teil des Programms wird durch private und öffentliche Mittel gefördert.

ARTHUR F. BURNS STIPENDIUM

» US-Kuratorium (2010-2013)

Fakten

» Gründung: 1988
» Zielgruppe: deutsche und US-amerikanische Journalisten,
im Alter von 21 bis 37 Jahren
» Stipendium: 4.000 Euro/US$ 5.000

Termine

Stipendium 2012:
» Auswahltagung: 9. - 11. März 2012
» Einführungstagung: 24. Juli bis 31.Juli 2012 in Washington
» Stipendium: August/September 2012
» Bewerbungsschluss: 1. Februar 2012

Kontakt

Deutschland
Dr. Frank-Dieter Freiling
IJP e. V.
Postfach 1565
61455 Königstein/Taunus

Telefon: +49/6174/77 07
Telefax: +49/6174/41 23
E-Mail: freiling(at)ijp.org

USA
Mario Scherhaufer, Program Officer
International Center for Journalists
Anschrift: 1616 H Street, NW, 3rd Floor
Washington DC 20006

Telefon: +1/202/737 37 00
Telefax: +1/202/737 05 30
E-Mail: mario(at)icfj.org
URL: http://www.icfj.org