Die IJP schreiben ebenfalls ein Stipendienprogramm für Lateinamerika aus. Damit sollen mindestens fünf junge deutsche Journalisten die Möglichkeit erhalten, für zwei Monate in einem spanisch- bzw. portugiesischsprachigen Medium als Gastredakteur zu arbeiten. Die Austauschländer werden unter anderem Mexiko, Chile, Argentinien, Brasilien sein. Zeitversetzt wird dieses Stipendium für Journalisten aus Lateinamerika ausgeschrieben, die sich für einen zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in Deutschland bewerben können.
Die Auswahlkommission der IJP sucht das Land und das jeweilige Gastmedium für die Stipendiaten aus. Dabei wird versucht, die Wünsche des Stipendiaten zu berücksichtigen. Ebenso bieten die IJP ihre Hilfe an bei der Suche nach einer Unterkunft. Es besteht die Möglichkeit der individuellen Verlängerung des Stipendiums auf drei Monate (ohne dass sich die Stipendienzahlung jedoch erhöht).
Das Stipendium beginnt mit einer Einführungsveranstaltung von drei Tagen in Berlin, an der alle Stipendiaten aus Lateinamerika und Deutschland teilnehmen. Unmittelbar im Anschluss an die Berliner Tagung beginnen die lateinamerikanischen Stipendiaten den mindestens zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in einer deutschen Redaktion. Nach einem erneuten Treffen von Deutschen und Lateinamerikanern (Ende April/Anfang Mai) in Berlin beginnt die Praktikumszeit für die deutschen Journalisten in Lateinamerika. Sie umfasst die Monate Mai und Juni. Eine Verschiebung der Praktikumszeit ist nicht möglich.
Das Lateinamerika-Stipendium soll jungen, viel versprechenden Journalisten aus Deutschland die Möglichkeit eröffnen, sich mit einer wichtigen Weltregion vertraut zu machen. In ihrem zweimonatigen Arbeitsaufenthalt sollen die Journalisten die wirtschaftlichen und politischen Hintergründe der Region besser einschätzen lernen sowie einen Eindruck von der Kultur, der Lebensweise und dem Journalismus des anderen Landes erhalten.
Der Sinn des Programms ist ein doppelter: Zum einem sollen die Stipendiaten in den zwei Monaten als Gastredakteur in der jeweiligen lateinamerikanischen Redaktion mitarbeiten. Zum anderen erwarten die IJP, dass sie für ihre Heimatredaktion (oder andere deutsche Medien) als Korrespondent auf Zeit über ihr Gastland berichten.
Das Stipendium besteht aus einer einmaligen Zahlung von 3.300 Euro. Dieser Betrag versteht sich als Zuschuss, um die Aufwendungen für Reisekosten, Unterbringung und Verpflegung während des Auslandsaufenthaltes zu bestreiten. Ein Eigenbeitrag der Stipendiaten wird erwartet.

Für die lateinamerikanischen Journalisten organisiert das Auswärtige Amt zudem eine Informationsreise durch Deutschland, die sich in den vergangenen Jahren stets als der Höhepunkt des Aufenthaltes erwiesen hat.
Bewerben können sich Journalisten aus Deutschland und Lateinamerika, in der Regel von 25 bis 35 Jahren, die als Redakteure, regelmäßige Mitarbeiter oder Volontäre bei einem Medium tätig sind. Die Bewerber sollten über so gute Spanisch- oder Portugiesischkenntnisse verfügen, dass sie sich mit ihren lateinamerikanischen Kollegen und Interviewpartnern ohne Probleme verständigen können.
Der schriftlichen Bewerbung (bitte keine Einschreiben oder Pakete!) beizufügen sind:
Bewerbungsadresse
IJP
Deutsch-Lateinamerikanisches Journalistenstipendium
c/o Martin Spiewak
Postfach 310746
10637 Berlin
Das Programm endet jedoch nicht nach dem Gastaufenthalt: Um den Kontakt unter den Stipendiaten aufrechtzuerhalten, werden regelmäßige Alumni-Treffen organisiert und Newsletter mit beruflichen und persönlichen Neuigkeiten verschickt. So entsteht über die Jahre hinweg ein Journalistennetzwerk zwischen Lateinamerika und Deutschland.
Eine Auswahl von Partnermedien in Lateinamerika: Reforma (Mexiko), La Nación (Costa Rica), Caretas (Peru), Espectador (Kolumbien), Mercurio (Chile), La Nación (Argentinien), El Clarín (Argentinien), Veha (Brasilien), Globo TV (Brasilien), Folha de Sao Paulo (Brasilien), El Nacional (Venezuela), Siglo 21 (Guatemala).
Eine Auswahl von Partnermedien in Deutschland: Deutsche Welle, FOCUS, Handelsblatt, Berliner Zeitung, Tageszeitung, Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung, ZDF.
Wie jedes der IJP-Programme ist auch das Deutsch-Lateinamerikanische Journalistenstipendium auf die Unterstützung durch staatliche und private Partner in ideeller und finanzieller Form angewiesen. Zu den Hauptförderern gehören:
Auswärtiges Amt
Deutsche Bank
VW
Die IJP danken allen Förderern und ideellen Partnern für ihre große Unterstützung und ihr Vertrauen in das Deutsch-Lateinamerikanische Programm.


» Gründung: 1996
» Zielgruppe: (mindestens) 5 Journalisten aus Deutschland und 5 aus allen Staaten Lateinamerikas, vor allem Brasilien, Chile, Mexiko, Argentinien
» Stipendium: 3.300 Euro
» Stipendium:
für deutsche Journalisten: Mai/Juni
für lateinamerikanische Journalisten: März/April
Bewerbungszeitraum für 2010:
1. August 2009 bis 10. November 2009
» Zusagen werden voraussichtlich bis zum 1. Dezember 2009 versandt (Absagen etwas später)
Stipendium 2010:
» Einführungstagung: Ende Februar 2010 in Berlin
» Abschlusstagung für die lateinamerikanischen Stipendiaten: Ende April in Berlin
» Abschlusstagung für die deutschen Stipendiaten: Anfang Juli in Berlin
Deutschland
IJP e. V.
Martin Spiewak
Postfach 310746
10637 Berlin
Email: spiewak(at)ijp.org
Lateinamerika:
Pressesprecher der deutschen Botschaften und Konsulate