Deutsch-Niederländisches Journalistenstipendium
Programmbeschreibung
Das Deutsch-Niederländische Journalistenstipendium wurde 1994 als zweites Stipendienprogramm der IJP gegründet. Es ermöglicht jährlich bis zu acht niederländischen und bis zu acht deutschen Journalisten die Gelegenheit zu einem zweimonatigen Arbeitsaufenthalt im anderen Land. Die Stipendiaten arbeiten als Gast bei einer Redaktion ihrer Wahl und recherchieren gleichzeitig Themen für ihre Heimatmedien.
Auf diese Weise entsteht ein intensiver persönlicher Eindruck von den Medien, der Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft im Gastland.

- Teilnehmer 2008
Zur gemeinsamen Vorbereitung kommen alle Teilnehmer zu Beginn ihres Stipendiums zu einer viertägigen Einführungstagung in den Niederlanden zusammen, bei der die Stipendiaten Grundwissen über die Presselandschaft und die politische Kultur des Nachbarlandes vermittelt bekommen. In der ersten Stipendiumswoche nehmen die Teilnehmer mit geringen Kenntnissen der Sprache des Gastlandes an einem zweiwöchigen Intensivsprachkurs teil, dessen Kosten von den IJP übernommen werden.
Während einer gemeinsamen Abschlusstagung in Berlin werden Erfahrungen ausgetauscht und - wie bei der Einführungstagung - persönliche Kontakte geknüpft, die meist lange über das Stipendium hinaus aufrecht erhalten werden; dem dient auch die Jahrestagung aller ehemaligen Teilnehmer.
Stipendienzahlung
Die Stipendiaten des Deutsch-Niederländischen Journalistenprogramms erhalten von den IJP eine einmalige Zahlung von 3.000 Euro. Der Betrag soll Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft größtenteils decken. Ein gewisser Eigenbeitrag der Stipendiaten wird erwartet. Eine Vergütung der Arbeit vor Ort ist nicht vorgesehen.
Bewerbung
Bewerben können sich niederländische und deutsche Journalisten, in der Regel bis 40 Jahre, die als freie Mitarbeiter, Volontäre oder Redakteure bei deutschen oder niederländischen Medien tätig sind. Bewerber senden an die unten angegebene Adresse einen tabellarischen Lebenslauf, ein Passbild sowie ein journalistisches Gutachten, ausgestellt vom Ressortleiter oder Chefredakteur. Das Gutachten soll als journalistischer Tätigkeitsnachweis die Bewerbung unterstützen und gleichzeitig die Beurlaubung für das Stipendium sicherstellen.
Außerdem werden drei schriftliche Arbeitsproben (nicht mehr!) verlangt. Fernseh- und Rundfunkjournalisten mögen eine Textabschrift ihres Beitrages einschicken, keine Audio- oder Videocassetten.
Bewerbungen müssen bis zum 06. November eingegangen sein (Datum des Poststempels; bitte kein Einschreiben oder Päckchen).
Die Auswahl erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges durch eine Jury aus erfahrenen Journalisten anhand der Bewerbungsunterlagen bis zum 30. Oktober.
Bewerbungsadresse
für deutsche Bewerber:
IJP, Deutsch-Niederländisches Journalistenstipendium
Postfach 310746
D-10637 Berlin
Niederländische Bewerber wenden sich bitte an JDN.
Partnermedien
Eine Auswahl von Partnermedien in den Niederlanden seit 1994: De Volkskrant, NRC Handelsblad, Trouw, Utrechts Nieuwsblad, De Gelderlander, Haagsche Courant, NOS, Nieuwsblad van het Norden.
Eine Auswahl bisheriger deutscher Partnermedien: Aachener Nachrichten, Augsburger Allgemeine, Berliner Zeitung, DeutschlandRadio, Frankfurter Allgemeine Zeitung, mdr, Rheinische Post, Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, die tageszeitung, WDR, Die Welt, ZDF.
Programmpartner
Wie jedes der IJP-Programme ist auch das Deutsch-Niederländische Journalistenstipendium auf die Unterstützung durch staatliche und private Partner in ideeller und finanzieller Form angewiesen.
Schirmherren des Programmes sind die jeweils amtierenden Botschafter beider Staaten, derzeit:
Botschafter Dr. Thomas Läufer (Den Haag) und H.E. Botschafter Marnix Krop (Berlin)
Das Programm wird gemeinsam mit einem gemeinnützigen Verein in Den Haag unter der Leitung von Rob Meines organisiert.
Hauptgeldgeber sind die Regierungen beider Staaten, vertreten durch das Auswärtige Amt der Bundesregierung in Berlin und das Ministerie van Buitenlandse Zaken in Den Haag . Hinzu kommt ein kleiner Kreis privater Förderer (Deutsche Bank, Port of Rotterdam).
Die IJP danken allen Förderern für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen in das Deutsch-Niederländische Journalistenstipendium.
