Deutsch-Südliches Afrika Journalistenprogramm

Programmbeschreibung

Zum zwöften Mal haben die Internationalen Journalisten-Programme (IJP) ihr Deutsch-Südliches Afrika-Journalistenstipendium für das Jahr 2012 durchgeführt. 

Sechs Journalisten aus den SADC-Staaten (Botswana, Malawi, Sambia, Südafrika, Tansania) und Kenia hatten im Juni/Juli 2012 die Möglichkeit, in Deutschland bei einem Medium ihrer Wahl zu arbeiten und außerdem Beiträge für ihre Heimatredaktion anzufertigen.

Im Rahmen des Stipendiums 2012 bekamen außerdem vier junge deutsche Journalisten die Möglichkeit, bei einem Medium im südlichen Afrika (SADC-Staaten) zu arbeiten und selbständig Geschichten zu recherchieren.

Das Stipendien-Programm gehört zu den jüngeren Initiativen der IJP. Das Programm wird von privaten Förderern sowie aus öffentlichen Mitteln finanziert.

Auch 2013 wird das Stipendien-Programm ausgeschrieben. Bewerbungen (ausschließlich in digitaler Form) können eingereicht werden vom 15. November 2012 bis zum 15. Januar 2013 an folgende Adresse: sa-application@ijp.org

Fellows des IJP Southern African Bursary.
Fellows des IJP Southern African Bursary.

Das Programm beginnt jedes Jahr (Ende Mai) mit einer mehrtägigen Einführungskonferenz in Berlin, an der die afrikanischen Stipendiaten sowie die deutschen Kollegen teilnehmen. Daran schließt sich der Arbeitsaufenthalt für die afrikanischen Journalisten in einer deutschen Redaktion und eigene Rechercheaktivitäten in der Region an. Im August und September haben die deutschen Teilnehmer die Möglichkeit, im südlichen Afrika als Gastredakteur und Korrespondent auf Zeit zu recherchieren. Bei der Suche nach einer Partnerredaktion unterstützen die IJP bei Bedarf die Stipendiaten.

Empfang beim Bundespräsidenten aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der IJP.

“Mir geht es um Mitmenschlichkeit in dieser einen Welt, um das Bewusstsein des aufeinander Angewiesenseins. Und ja, es geht mir auch um Moral und einen Weltethos. Wir müssen Fragen der sozialen Gerechtigkeit immer mehr im globalen Maßstab diskutieren, nicht allein im nationalen”, sagt Ex-Bundespräsident Horst Köhler.

2005 hat Köhler die Initiative „Partnerschaft mit Afrika“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative: den Dialog zu fördern und die üblichen Katastrophen-Klischees zu überwinden sowie ein Forum für frische Ideen zu schaffen.

Auch das Deutsch-Südliches Afrika Journalisten-Programm will den Austausch zwischen Deutschland und dem südlichen Afrika verstärken. In den vergangenen Jahren haben u. a. Redakteure von SPIEGEL ONLINE, des NDR, der Welt am Sonntag, der Süddeutschen Zeitung das Programm absolviert.

Denn trotz G8-Beteuerungen und vielen Initiativen gerät der afrikanische Kontinent zunehmend in den Hintergrund der öffentlichen Wahrnehmung. Selbst ein gesellschaftlich spannendes und wirtschaftlich dynamisches Land wie Südafrika findet nur noch begrenztes mediales Interesse. Hier setzt das IJP-Programm an und möchte vielversprechende junge Journalisten aus Deutschland für die Chancen und Herausforderungen Afrikas sensibilisieren. Sie sollen den afrikanischen Kontinent erkunden, die Lebensfreude und den Optimismus der Menschen erleben. Das Programm der IJP versucht, Afrika stärker in den Fokus zu bringen und mehr originelle Geschichten über den vergessenen Kontinent in deutschen Medien zu platzieren.

Darüberhinaus bekommen die Journalisten einen Überblick über Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft sowie einen Einblick in das journalistische Tagesgeschäft des Gastlandes. Neben der eigenen Recherche sollen auch der Kontakt zu einheimischen Kollegen und die Erfahrung des journalistischen Arbeitens in einem fremden Umfeld gefördert werden.

Stipendienzahlung

Das Stipendium ist mit einer einmaligen Zahlung von 3.000 Euro verbunden. Dieser Betrag soll Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft zum Teil abdecken. Ein Eigenbeitrag der Stipendiaten wird erwartet. Die journalistische Tätigkeit vor Ort wird nicht vergütet.

Bewerbung

Bewerben kann sich jeder deutsche Journalist zwischen 25 und 40 Jahren, der als Redakteur, Volontär oder regelmäßiger Mitarbeiter für eine Zeitung, eine Online-Redaktion, einen Blog, eine Zeitschrift, einen Hörfunk- oder Fernsehsender oder eine Nachrichtenagentur tätig ist. Überdurchschnittliche Englischkenntnisse sind Bedingung. Zudem wird erwartet, dass sich deutsche und afrikanische Stipendiaten bei der Wohnungs- und Kontaktsuche unterstützen. Transport, Unterkunft und eventuell erforderliches Equipment im südlichen Afrika müssen die Teilnehmer selbst organisieren. Nach ihrer Rückkehr müssen sie einen mehrseitigen Erfahrungsbericht und Kopien ihrer entstandenen Berichte einreichen.

Interessenten werden gebeten, ihre Unterlagen ausschliesslich in digitaler Form zwischen dem 15. November bis zum 15. Januar an folgende Adresse zu senden:

sa-application(at)ijp.org

Bewerbungen, die außerhalb dieser Frist eingesendet werden, finden keine Berücksichtigung.

Adressat:

IJP e. V.
The Southern African Bursary
Marco Vollmar

Auch Fragen gerne per E-Mail an: sa-application@ijp.org

Der Bewerbung sind ein tabellarischer Lebenslauf, ein Passbild und eine einseitige Ausarbeitung mit Rechercheplänen beizufügen. Die Recherchepläne sollen mögliche Beitrags-, Berichts- oder Reportage-Themen aufzeigen, die bestmöglich bereits mit der Heimatredaktion abgesprochen sind. Die Auswahl des Gastlandes obliegt dem Bewerber. Bei der Auswahl spielt die Qualität, Originalität und Realisierbarkeit der zu recherchierenden Themen eine entscheidende Rolle.

Außerdem werden zwei schriftliche Arbeitsproben (keine Kassetten, sondern Manuskripte) sowie ein Gutachten des Redaktionsleiters oder Chefredakteurs verlangt, das die Bewerbung unterstützt und die Freistellung für die Zeit des Stipendiums sicherstellt. Freie Journalisten müssen ein Zeugnis ihres Hauptabnehmers beifügen.

Eine Auswahlkommission entscheidet im Feburar über die jeweligen Jahrgangsteilnehmer. 

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Alumni

Alumni-Treffen auf der Dokumenta in Kassel
Alumni-Treffen auf der Dokumenta

Die IJP fördern mit ihren Auslandsstipendien die beruflichen und persönlichen Verbindungen von Journalisten. Insgesamt haben seit 1988 über 2.000 Journalisten aus über 40 Staaten an den Programmen der IJP teilgenommen, davon rund die Hälfte aus Deutschland.

Das weltweite Alumni-Netzwerk der IJP ist in seiner Art einmalig. Der Austausch der ehemaligen Stipendiaten ist ein wichtiges Ziel der IJP, das durch regelmäßige Veranstaltungen und Rundbriefe gefördert wird. Die Alumni des Deutsch-Südliches Afrika-Journalisten-Programms werden per E-Mail über die Entwicklung des Programms informiert und zu Treffen in Deutschland und Südafrika eingeladen. Höhepunkte der jährlichen Alumni-Arbeit der IJP sind die IJP-Alumni-Konferenz sowie das Arthur-F. Burns Dinner.

Partnermedien

Das Südliches Afrika-Programm der IJP kooperiert mit MISA - Media Institute for Southern Africa.

Eine Auswahl von Partnermedien im Südlichen Afrika der vergangenen Jahre:

Dem. Republik Kongo: Radio Nationale Congolaise
Lesotho: Public Eye Newspaper
Malawi: Zodiak Broadcasting Station (ZBS)
Mosambik: Radio Mocambique
Sambia: The Post Newspaper, Zambia National Broadcasting Station
Südafrika: SABC, e-tv, The Star, Business Day, Business Report, Bush Radio, Daily News, Mail&Guardian, Pretoria News, Sunday Times, Cape Argus, Cape Times, Democracy Radio Idasa.
Zimbabwe: Zimonline News Agency

Bisherige deutsche Partnermedien waren: ARD-Aktuell, Associated Press, BILD-Zeitung, Deutsche Welle, Deutschlandradio, Elmshorner Nachrichten, Financial Times Deutschland, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Handelsblatt, Kölner Stadt-Anzeiger, Mittelbayrische Zeitung, N24, RBB, RTL, Stuttgarter Nachrichten, SPIEGEL, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, die tageszeitung, WELT, Welt am Sonntag.

Programmpartner

Sonwabo Funde, Botschafter der Republik Südafrika in Deutschland, im Gespräch mit IJP-Fellows.
Sonwabo Funde, ehemaliger Botschafter der Republik Südafrika in Deutschland, im Gespräch mit IJP-Fellows 2010.

Wie jedes der einzelnen IJP-Programme ist auch das Deutsch-Südliches Afrika-Journalisten-Programm Jahr für Jahr auf die Unterstützung durch staatliche und private Partner in ideeller und finanzieller Form angewiesen.

Schirmherr ist der jeweils amtierende deutsche Botschafter in Südafrika, derzeit:

Dr. Horst Freitag.

Hauptgeldgeber des Programms ist das Auswärtige Amt.

Darüber hinaus erhält das Deutsch-Südliches Afrika-Journalistenstipendium von einem kleinen Kreis Förderer finanzielle Unterstützung:

Boehringer Ingelheim
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Lanxess

Außerdem dankt das Deutsch-Südliches Afrika-Programm für wichtige Unterstützung:

SAFRI - Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft
DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag
Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika
MISA - Media Institute for Southern Africa

Die IJP danken allen Förderern und ideellen Partnern für ihre große Unterstützung und ihr Vertrauen in das Deutsch-Südliches Afrika-Programm.

  • Logo Boehringer Ingelheim
  • Logo GIZ
  • Lanxess

Fakten

» Gründung: 1998
» Zielgruppe: Journalisten im Alter von 25 bis 40 Jahren aus Deutschland und dem Südlichen Afrika (SADC-Staaten: Angola, Botswana, Dem. Republik Kongo, Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mozambique, Namibia, Südafrika, Swaziland, Tansania, Sambia, Zimbabwe und Kenia)
» Stipendium: 3.000,- Euro

Termine

» Stipendium:
für afrikanische Journalisten:
Juni/Juli
für deutsche Journalisten:
August/September

Bewerbungsfrist für 2013:
» 15. November 2012 bis zum 15. Januar 2013

Stipendium 2013:
» Auswahl der Stipendiaten:
März 2013
» Benachrichtigung der Stipendiaten:
16. März 2013
» Einführungstagung in Berlin:
29. Mai bis 2. Juni 2013

Kontakt

Deutschland

Marco Vollmar
IJP e. V.
The Southern African Bursary

E-Mail: sa-application@ijp.org