George Weidenfeld JournalistenstipendiumDeutsch-Britisches Programm

Die Teilnehmer des Deutsch-Britischen Journalistenprogramms 2016
Die Teilnehmer des Deutsch-Britischen Journalistenprogramms 2016

Das George Weidenfeld Journalistenstipendium ermöglicht jedes Jahr britischen und deutschen Journalisten einen Arbeitsaufenthalt im jeweils anderen Land. Die Stipendiaten arbeiten in britischen beziehungsweise deutschen Redaktionen ihrer Wahl und berichten gleichzeitig für ihre Heimatmedien. Auf diese Weise sollen die Teilnehmer die Arbeitsweisen der Medien im Gastland besser kennenlernen und einen unmittelbaren Eindruck von Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft in Großbritannien oder Deutschland gewinnen. Das Programm wurde 1995 gegründet. 2000 wurde es nach dem Londoner Verleger Lord Weidenfeld of Chelsea benannt.

Stipendienzahlung

Stipendiatinnen und Stipendiaten des Deutsch-Britischen Journalistenprogrammes erhalten von den IJP eine einmalige Zahlung von 3.800 Euro. Der Betrag soll Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft größtenteils decken. Ein gewisser Eigenbeitrag der Stipendiaten wird erwartet. Eine Vergütung der Arbeit vor Ort ist nicht vorgesehen.

Bewerbung

Bewerben können sich britische und deutsche Journalisten im Alter von 18 bis 40 Jahren, die als Redakteure, Volontäre oder als regelmäßige freie Mitarbeiter bei deutschen oder britischen Medien tätig sind. Die IJP legen besonderen Wert auf eine intensive individuelle Vorbereitung des Auslandsaufenthalts durch die Stipendiaten und suchen Bewerberinnen und Bewerber mit überzeugenden Interessen und Schwerpunkten.

Bewerber werden gebeten, die folgenden Unterlagen (in deutscher oder englischer Sprache) an die oben angegebene Adresse zu senden:

  • ein tabellarischer Lebenslauf mit Passbild
  • ein journalistisches Gutachten des Ressortleiters oder Chefredakteurs (das zugleich die Bewerbung unterstützt, ggf. die Beurlaubung für die Zeit des Stipendiums sicherstellt und als journalistischer Tätigkeitsnachweis dient)
  • maximal vier schriftliche Arbeitsproben; TV und Rundfunkjournalisten werden gebeten, als Arbeitsnachweis keine Kassetten einzusenden, sondern eine Liste herausragender Beiträge
  • Präferenzangabe für Medien

Falls schon Kontakt zu möglichen Gastredaktionen besteht und falls bereits Praktika oder freie Tätigkeiten für Redaktionen im Gastland geleistet worden sind, ist dies unbedingt anzugeben.

Die Auswahl der Stipendiaten und Gastredaktionen erfolgt unter Ausschluss des Rechtswegs.

Alumni

Die IJP fördern mit ihren Auslandsstipendien die beruflichen und persönlichen Verbindungen von Journalisten. Insgesamt haben seit 1988 rund 2.500 Journalisten aus über 40 Staaten an den Programmen der IJP teilgenommen, davon rund die Hälfte aus Deutschland, gefolgt von Kollegen aus den USA, Großbritannien und den Niederlanden.
Das weltweite Alumni-Netzwerk der IJP ist in seiner Art einmalig. Der Austausch der ehemaligen Stipendiaten ist ein wichtiges Ziel der IJP, das durch regelmäßige Veranstaltungen gefördert wird. Die Alumni der Deutsch-Britische Journalistenprogramme werden über die Entwicklung des Programms informiert und zu Treffen in Deutschland und Großbritannien eingeladen. Ein Höhepunkt des Angebots für Alumni sind die jährlichen Deutsch-Britischen Alumni-Dinner mit prominenten Gastrednern.

  • 2000: Richard von Weizsäcker, Bundespräsident a.D. (in Berlin)
  • 2001: The Lord Hurd of Westwell, ehemaliger Außenminister (in London)
  • 2002: Andrew Gowers, damals Chefredakteur der Financial Times und Gründungschefredakteur der Financial Times Deutschland (in London)
  • 2003: Helmut Kohl, Bundeskanzler a.D. (in Berlin)
  • 2004: Thomas Middelhoff, Vorstandsvorsitzender der Karstadt Quelle AG und Verwaltungsratmitglied der New York Times; vormals Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG (in London)
  • 2005: The Lord May of Oxford, damals Präsident der Royal Society (in Berlin)
  • 2006: Otto Schily, damals Innenminister (in Berlin); David Schlesinger, Global Managing Editor im Medienkonzern Reuters (in London)
  • 2007: David Montgomery, CEO of Mecom (in London); Hans-Werner Kilz, Chefredakteur Süddeutsche Zeitung (in Berlin)
  • 2008: Alan Rudbridger, Chefredakteur, The Guardian (in London); Alexander Dibelius, Managing Director, Goldman Sachs & Co. (in Berlin).
  • 2009: Festdinner zu Ehren von Lord Weidenfelds 90. Geburtstag – Neun Redner sprachen jeweils über eine Dekade aus dem Leben des Jubilars: Anthony C. Grayling, Philosoph (2010er Jahre); Lord Heseltine, Gründer von Haymarket Media, früherer brit. Innenminister und stv. Premierminister (1980er Jahre); Thomas Kielinger, London-Korrespondent der Zeitung Die Welt und Buchautor (1990er Jahre); Dr. Denis MacShane, Mitglied des Unterhauses (Labour) und früherer Europa-Minister (1970er Jahre); fünf Reden wurden von Alumni des Programms gehalten: Rob Davies (1920er/1930er Jahre), Mark Espiner (1940er Jahre), Helen Pidd (1950er Jahre), Michelle Henery (1960er Jahre), Richard Edgar (2000er Jahre) (in London)
  • 2010: Lionel Barber, Editor in Chief der Financial Times, London (in London)
  • 2011: David Miliband, MP (in Berlin)
  • 2012: Professor Christopher Clark, Professor of Modern European History, University of Cambridge (London); Peter Altmaier, Bundesminister für Naturschutz, Umwelt und Reaktorsicherheit (Berlin)
  • 2013: Andrew Jennings, CEO der Warenhauskette Karstadt (in Berlin)
  • 2014: David Willets, MP (in Berlin)
  • 2015: Sir Sebastian Wood, Britischer Botschafter (in Berlin)

Partnermedien

Eine Auswahl von Partnermedien in Großbritannien der letzten Jahre: BBC Radio, BBC Television, BBC Online, The Economist, The Financial Times, The Guardian, The Independent, ITN, The Observer, Reuters, The Daily Mirror, The Daily Telegraph, The Sunday Telegraph, The Times, Wallpaper etc.

Deutsche Partnermedien
waren: Arte, Berliner Zeitung, Deutsche Welle, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Handelsblatt, Hessischer Rundfunk, Kieler Nachrichten, Mitteldeutscher Rundfunk, Norddeutscher Rundfunk, Spiegel Online, Stuttgarter Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, die tageszeitung, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Westdeutscher Rundfunk, Die Welt, ZDF etc.

Förderer

Wie jedes der einzelnen IJP Programme ist auch das Deutsch-Britische Journalistenprogramm Jahr für Jahr auf die Unterstützung durch staatliche und private Partner in ideeller und finanzieller Form angewiesen.
Schirmherren des Deutsch-Britischen Journalistenprogramms der IJP sind die jeweils amtierenden Botschafter beider Staaten, derzeit:

Sir Sebastian Wood
Peter Ammon

Hauptförderer des George Weidenfeld Journalistenstipendiums sind die Regierungen beider Staaten, vertreten durch
das Auswärtige Amt in Berlin und
das Foreign- and Commonwealth Office in London.

Darüber hinaus unterstützt ein kleiner Kreis von Unternehmen die Deutsch-Britischen Journalistenprogramme.

Die IJP danken allen Förderern und ideellen Partnern für ihre große Unterstützung und ihr Vertrauen in das Deutsch-Britische Journalistenprogramm.