Deutsch-Niederländisches Journalistenstipendium

Programmbeschreibung

Das Deutsch-Niederländische Journalistenstipendium wurde 1994 als zweites Stipendienprogramm der IJP gegründet. Es ermöglicht jährlich bis zu sechs niederländischen und bis zu sechs deutschen Journalisten die Gelegenheit zu einem zweimonatigen Arbeitsaufenthalt im anderen Land. Die Stipendiaten arbeiten als Gast bei einer Redaktion ihrer Wahl und recherchieren gleichzeitig Themen für ihre Heimatmedien.

Auf diese Weise entsteht ein intensiver persönlicher Eindruck von den Medien, der Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft im Gastland.

Gruppenfoto der Teilnehmer 2016
Teilnehmer 2016

Zur gemeinsamen Vorbereitung kommen alle Teilnehmer zu Beginn ihres Stipendiums zu einer viertägigen Einführungstagung in den Niederlanden zusammen, bei der die Stipendiaten Grundwissen über die Presselandschaft und die politische Kultur des Nachbarlandes vermittelt bekommen. In der ersten Stipendiumswoche nehmen die Teilnehmer mit geringen Kenntnissen der Sprache des Gastlandes an einem zweiwöchigen Intensivsprachkurs teil, dessen Kosten von den IJP übernommen werden.

Während einer gemeinsamen Abschlusstagung in Berlin werden Erfahrungen ausgetauscht und - wie bei der Einführungstagung - persönliche Kontakte geknüpft, die meist lange über das Stipendium hinaus aufrecht erhalten werden; dem dient auch die Jahrestagung aller ehemaligen Teilnehmer.

Stipendienzahlung

Die Stipendiaten des Deutsch-Niederländischen Journalistenprogramms erhalten von den IJP eine einmalige Zahlung von 3.500 Euro. Der Betrag soll Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft größtenteils decken. Ein gewisser Eigenbeitrag der Stipendiaten wird erwartet. Eine Vergütung der Arbeit vor Ort ist nicht vorgesehen.

Bewerbung

Bewerben kann sich jeder Journalist, der als freier Mitarbeiter, Volontär oder Redakteur bei deutschen Medien tätig ist. Sprachkenntnisse der niederländischen Sprache werden nicht vorausgesetzt. Arbeitsfähige Englischkenntnisse werden in jedem Fall erwartet.
Bewerbungen müssen bis zum 15. Oktober 2017 eingegangen sein (bitte als PDF-Doklument via e-mail).

Der Bewerbung beizufügen sind:
- ein tabellarischer Lebenslauf mit Passbild.
- ein journalistisches Gutachten des Ressortleiters oder Chefredakteurs (das
zugleich die Bewerbung unterstützt, ggf. die Beurlaubung für die Zeit des
Stipendiums sicherstellt und als journalistischer Tätigkeitsnachweis dient).
- maximal vier schriftliche Arbeitsproben. Fernseh- und Rundfunkjournalisten
werden gebeten, als Arbeitsnachweis keine Kassetten einzusenden, sondern
eine Liste herausragender Beiträge.
Die Auswahl erfolgt unter Ausschluss des Rechtswegs durch eine Jury anhand der Bewerbungsunterlagen bis Mitte November 2017.


Bewerbungsadresse
Bewerbungsanschrift für deutsche Bewerber:
IJP, Deutsch-Niederländisches Journalistenstipendium
Johanna Schneegaß
schneegass@ijp.org  


Niederländische Bewerber wenden sich bitte an JDN:
Journalistenstipendium Duitsland-Nederland
Lange Voorhout 26
NL-2514 EE Den Haag
t: 0031.70.362.18.38
f: 0031.70.363.78.75
e: info@journalistenstipendium.nl

Partnermedien

Eine Auswahl von Partnermedien in den Niederlanden seit 1994: De Volkskrant, NRC Handelsblad, Trouw, Utrechts Nieuwsblad, De Gelderlander, Haagsche Courant, NOS, Nieuwsblad van het Norden.

Eine Auswahl bisheriger deutscher Partnermedien: Aachener Nachrichten, Augsburger Allgemeine, Berliner Zeitung, DeutschlandRadio, Frankfurter Allgemeine Zeitung, mdr, Rheinische Post, Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, die tageszeitung, WDR, Die Welt, ZDF.

Programmpartner

Wie jedes der IJP-Programme ist auch das Deutsch-Niederländische Journalistenstipendium auf die Unterstützung durch staatliche und private Partner in ideeller und finanzieller Form angewiesen.

Schirmherren des Programmes sind die jeweils amtierenden Botschafter beider Staaten, derzeit:

Botschafter Franz Josef Kremp (Den Haag) und Botschafterin Monique van Daalen (Berlin).

Das Programm wird gemeinsam mit einem gemeinnützigen Verein in Den Haag unter der Leitung von Rob Meines organisiert.

Hauptgeldgeber sind die Regierungen beider Staaten, vertreten durch das Auswärtige Amt der Bundesregierung in Berlin und das Ministerie van Buitenlandse Zaken in Den Haag .

Hinzu kommt ein kleiner Kreis privater Förderer:

Die IJP danken allen Förderern für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen in das Deutsch-Niederländische Journalistenstipendium.