Deutsch-Südliches Afrika Journalistenprogramm

Programmbeschreibung

Einmal im Jahr haben Journalisten aus dem südlichen Afrika und aus Deutschland die Möglichkeit, in Deutschland/im südlichen Afrika bei einem Medium ihrer Wahl zu arbeiten und außerdem Beiträge für ihre Heimatredaktion anzufertigen. Ziel des Austauschprogramms ist es, Öffentlichkeit für den Chancenkontinent Afrika und deutsch-afrikanische Themen herzustellen. Außerdem will das Programm eine Plattform für die vielen spannenden Geschichten sein, die darauf warten, endlich erzählt zu werden. So hat der kenianische Politikjournalist und IJP-Fellow 2014 Ronald Bera auf Zeit-Online den Status der deutschen Afrikapolitik analysiert (“Wir brauchen mehr Deutschland in Afrika“):

Wirtschaftswoche-Redakteurin Saskia Littmann zieht eine Bilanz und kommentiert die Amtszeit von Südafrikas Präsident Jakob Zuma:

Lucas Vogelsang hat sich für die Welt am Sonntag in Namibia auf Spurensuche begeben und das Erbe der Deutschen erkundet.

Das Programm wird von privaten Förderern sowie aus öffentlichen Mitteln finanziert. Auch 2017 wird das Stipendien-Programm ausgeschrieben.
Bewerbungen (ausschließlich in digitaler Form) können eingereicht werden vom 15. Dezember 2016 bis zum 15. Februar 2017 an folgende Adresse: sa-application(at)ijp.org

TeilnehmerInnen des Südliches Afrika-Programmes 2016
TeilnehmerInnen des Südliches Afrika-Programmes 2016

2005 hat Köhler die Initiative „Partnerschaft mit Afrika“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative: den Dialog zu fördern und die üblichen Katastrophen-Klischees zu überwinden sowie ein Forum für frische Ideen zu schaffen. “Mir geht es um Mitmenschlichkeit in dieser einen Welt, um das Bewusstsein des aufeinander Angewiesenseins. Und ja, es geht mir auch um Moral und einen Weltethos. Wir müssen Fragen der sozialen Gerechtigkeit immer mehr im globalen Maßstab diskutieren, nicht allein im nationalen”, sagt Ex-Bundespräsident Horst Köhler. Auch das Deutsch-Südliches Afrika Journalisten-Programm will den Austausch zwischen Deutschland und dem südlichen Afrika verstärken.

Es möchte vielversprechende junge Journalisten aus dem südlichen Afrika und Deutschland für die Chancen und Herausforderungen Afrikas und Europas sensibilisieren. In den vergangenen Jahren haben u. a. Redakteure von Spiegel Online, Bild, NDR, Welt am Sonntag, Süddeutsche Zeitung das Programm absolviert.
Die Journalisten bekommen einen Überblick über Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft sowie einen Einblick in das journalistische Tagesgeschäft des Gastlandes. Neben der eigenen Recherche sollen auch der Kontakt zu einheimischen Kollegen und die Erfahrung des journalistischen Arbeitens in einem fremden Umfeld gefördert werden.

Das Programm beginnt jedes Jahr (Ende Mai) mit einer mehrtägigen Einführungskonferenz in Berlin, an der die afrikanischen Stipendiaten sowie die deutschen Kollegen teilnehmen. Daran schließt sich der Arbeitsaufenthalt für die afrikanischen Journalisten in einer deutschen Redaktion und eigene Rechercheaktivitäten in der Region an. Im August und September haben die deutschen Teilnehmer die Möglichkeit, im südlichen Afrika als Gastredakteur und Korrespondent auf Zeit zu recherchieren. Bei der Suche nach einer Partnerredaktion unterstützen die IJP bei Bedarf die Stipendiaten.

Stipendienzahlung

Das Stipendium ist mit einer einmaligen Zahlung von 3.000 Euro verbunden. Dieser Betrag soll Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft zum Teil abdecken. Ein Eigenbeitrag der Stipendiaten wird erwartet. Die journalistische Tätigkeit vor Ort wird nicht vergütet.

Bewerbung

Bewerben kann sich jeder deutsche Journalist zwischen 25 und 40 Jahren, der als Redakteur, Volontär oder regelmäßiger Mitarbeiter für eine Zeitung, eine Online-Redaktion, einen Blog, eine Zeitschrift, einen Hörfunk- oder Fernsehsender oder eine Nachrichtenagentur tätig ist. Überdurchschnittliche Englischkenntnisse sind Bedingung. Zudem wird erwartet, dass sich deutsche und afrikanische Stipendiaten bei der Wohnungs- und Kontaktsuche unterstützen. Transport, Unterkunft und eventuell erforderliches Equipment im südlichen Afrika müssen die Teilnehmer selbst organisieren. Nach ihrer Rückkehr müssen sie einen mehrseitigen Erfahrungsbericht und Kopien ihrer entstandenen Berichte einreichen.

Interessenten werden gebeten, ihre Unterlagen ausschliesslich in digitaler Form zwischen dem 15. Dezember bis zum 15. Februar an folgende Adresse zu senden:

sa-application(at)ijp.org

Bewerbungen, die außerhalb dieser Frist eingesendet werden, finden keine Berücksichtigung.

Adressat:

IJP e. V.
The Southern African Bursary
Marco Vollmar

Auch Fragen gerne per E-Mail an: sa-application(at)ijp.org

Der Bewerbung sind ein tabellarischer Lebenslauf, ein Passbild und eine einseitige Ausarbeitung mit Rechercheplänen beizufügen. Die Recherchepläne sollen mögliche Beitrags-, Berichts- oder Reportage-Themen aufzeigen, die bestmöglich bereits mit der Heimatredaktion abgesprochen sind. Die Auswahl des Gastlandes obliegt dem Bewerber. Bei der Auswahl spielt die Qualität, Originalität und Realisierbarkeit der zu recherchierenden Themen eine entscheidende Rolle.

Außerdem werden zwei schriftliche Arbeitsproben (keine Kassetten, sondern Manuskripte) sowie ein Gutachten des Redaktionsleiters oder Chefredakteurs verlangt, das die Bewerbung unterstützt und die Freistellung für die Zeit des Stipendiums sicherstellt. Freie Journalisten müssen ein Zeugnis ihres Hauptabnehmers beifügen.

Eine Auswahlkommission entscheidet im März über die jeweiligen Jahrgangsteilnehmer.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Alumni

Alumni-Treffen auf der Dokumenta in Kassel
Alumni-Treffen auf der Dokumenta

Die IJP fördern mit ihren Auslandsstipendien die beruflichen und persönlichen Verbindungen von Journalisten. Insgesamt haben seit 1988 über 2.000 Journalisten aus über 40 Staaten an den Programmen der IJP teilgenommen, davon rund die Hälfte aus Deutschland.

Das weltweite Alumni-Netzwerk der IJP ist in seiner Art einmalig. Der Austausch der ehemaligen Stipendiaten ist ein wichtiges Ziel der IJP, das durch regelmäßige Veranstaltungen und Rundbriefe gefördert wird. Die Alumni des Deutsch-Südliches Afrika-Journalisten-Programms werden per E-Mail über die Entwicklung des Programms informiert und zu Treffen in Deutschland und Südafrika eingeladen. Höhepunkte der jährlichen Alumni-Arbeit der IJP sind die IJP Alumni Konferenzen sowie das Arthur-F. Burns Dinner.

Partnermedien

Das Südliches Afrika-Programm der IJP kooperiert mit MISA - Media Institute for Southern Africa.

Eine Auswahl von Partnermedien im Südlichen Afrika der vergangenen Jahre:

Dem. Republik Kongo: Radio Nationale Congolaise
Lesotho: Public Eye Newspaper
Malawi: Zodiak Broadcasting Station (ZBS)
Mosambik: Radio Mocambique
Sambia: The Post Newspaper, Zambia National Broadcasting Station
Südafrika: SABC, e-tv, The Star, Business Day, Business Report, Bush Radio, Daily News, Mail&Guardian, Pretoria News, Sunday Times, Cape Argus, Cape Times, Democracy Radio Idasa.
Zimbabwe: Zimonline News Agency

Bisherige deutsche Partnermedien waren: ARD-Aktuell, Associated Press, BILD-Zeitung, Deutsche Welle, Deutschlandradio, Elmshorner Nachrichten, Financial Times Deutschland, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Handelsblatt, Kölner Stadt-Anzeiger, Mittelbayrische Zeitung, N24, RBB, RTL, Stuttgarter Nachrichten, SPIEGEL, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, die tageszeitung, WELT, Welt am Sonntag.

Programmpartner

Wie jedes der einzelnen IJP-Programme ist auch das Deutsch-Südliches Afrika-Journalisten-Programm Jahr für Jahr auf die Unterstützung durch staatliche und private Partner in ideeller und finanzieller Form angewiesen.

Schirmherr ist der jeweils amtierende deutsche Botschafter in Südafrika, derzeit:

Walter Johannes Lindner.

Hauptgeldgeber des Programms ist das Auswärtige Amt.

Darüber hinaus erhält das Deutsch-Südliches Afrika-Journalistenstipendium von einem kleinen Kreis Förderer finanzielle Unterstützung:

Außerdem dankt das Deutsch-Südliches Afrika-Programm für wichtige Unterstützung:

Die IJP danken allen Förderern und ideellen Partnern für ihre große Unterstützung und ihr Vertrauen in das Deutsch-Südliches Afrika-Programm.