Deutsch-Nahost JournalistenstipendiumThe Middle East Fellowship

Programmbeschreibung

Zum achtzehnten Mal schreiben die IJP 2021 ein zweimonatiges Reise- und Arbeitsstipendium für fünf jüngere Journalistinnen und Journalisten der Bundesrepublik Deutschland im Nahen Osten für Ägypten, Jordanien, Libanon, Palästinensische Gebiete und Israel aus. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit staatlichen Einrichtungen, Stiftungen und Sponsoren in Deutschland und dem Nahen Osten. Zeitgleich wird dieses Stipendium für JournalistInnen der Region ausgeschrieben, die sich für einen zweimonatigen Aufenthalt in Deutschland bewerben können.

Die beiden Arbeitsstipendien in und aus Israel sind zu Ehren des Journalisten Ernst Cramer und des Jerusalemer Altbürgermeisters Teddy Kollek benannt, deren Einsatz für eine Intensivierung der deutsch-israelischen Beziehungen Vorbild ist.

Das Stipendium beginnt am 28. Oktober 2021 mit einer Einführungsveranstaltung in Berlin gemeinsam mit den arabischen und israelischen Stipendiatinnen und Stipendiaten. Darauf folgt ein mindestens zweimonatiges Fellowship bei hebräisch-, arabisch- oder englischsprachigen Medien in der Region. Der Medienzweig (Zeitung, Hörfunk, TV, Zeitschriften) und das Einsatzland werden von den StipendiatInnen ausgewählt, die konkrete Arbeitsstätte dann vom Veranstalter in Absprache mit dem StipendiatInnen festgelegt. Es besteht die Möglichkeit der individuellen Verlängerung. Mit Hilfe dieses Stipendiums sollen sich jüngere Journalistinnen und Journalisten mit den politischen Themen des Nahen Ostens frühzeitig vertraut machen. Auf diese Weise werden zukünftige Multiplikatoren für Fragen der deutsch-arabischen wie deutsch-israelischen Beziehungen sensibilisiert und erhalten einen persönlichen Einblick von Mentalität, Kultur und Alltagsleben in der Region des Nahen Ostens.

Der praktische Teil des Stipendiums sichert den Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen aus der Region, der für zukünftige Jahre aufrecht erhalten werden soll. Diesem Zweck dient auch die zukünftige Alumni-Vereinigung ehemaliger Stipendiatinnen und Stipendiaten und ein jährliches Alumni-Treffen in Berlin.

Stipendienzahlung

Das Stipendium ist mit einer einmaligen Zahlung von 4.000 Euro pro Person verbunden. Der Betrag soll Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft zum größten Teil abdecken. Ein gewisser Eigenbeitrag der StipendiatInnen wird erwartet. Eine Vergütung der journalistischen Tätigkeit vor Ort erfolgt nicht.

Bewerbung

Die BewerberInnen sollten das einundzwanzigste Lebensjahr abgeschlossen haben und als regelmäßige MitarbeiterInnen, VolontärInnen oder RedakteurInnen in deutschen Medien tätig sein. Das Höchstalter beträgt siebenunddreißig Jahre.

Formlose Bewerbungen sind bis zum 15. Juni 2021 einzureichen. Der Bewerbung sind beizufügen: ein ausführlicher Lebenslauf mit Foto sowie ein journalistisches Gutachten, ausgestellt von der Ressortleitung oder Chefredaktion. Es soll zugleich die Bewerbung unterstützen, die Beurlaubung für die Zeit des Stipendiums sicherstellen und als journalistischer Tätigkeitsnachweis dienen. Arbeitsproben können beigefügt werden. Sehr gute Englisch-Kenntnisse werden vorausgesetzt, Hebräisch- bzw. Arabisch-Kenntnisse sind begrüßenswert, aber nicht Voraussetzung für eine Bewerbung.

Nach einer Vorauswahl werden die FinalistInnen zu einem Auswahlgespräch eingeladen. Die Endauswahl erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Zulassungsmitteilungen werden bis Mitte August versandt.

Alle StipendiatInnen verpflichten sich, nach Rückkehr einen mindestens dreiseitigen Erfahrungsbericht über ihre Tätigkeit und Eindrücke vor Ort zu erstellen.

Programmpartner

Die IJP danken den Förderern des Deutsch-Nahost Journalistenstipendiums: